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Auf Den Spuren Der OUTLANDER-Serie Durch Schottland: Lohnt Es Sich?

Auf den Spuren der OUTLANDER-Serie durch Schottland: Lohnt es sich?

Steinkreis Callanish

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Auch hierzulande gibt es immer mehr Fans der amerikanischen Serie Outlander, die auf den Büchern von Diana Gabaldon beruht. Dieser Hype ist bisher an mir vorübergegangen. Doch scheinbar haben die Regisseure für die Dreharbeiten einige der schönsten Plätze Schottlands ausgewählt. In den Erfolgsromanen wird eine Krankenschwester aus den 1940er-Jahren durch eine Art Zeitmaschine in Form eines Steinkreises in das Schottland zur Zeit der Jakobiten-Aufstände zurückversetzt. Die Serie begeistert mit einer Portion Romantik und Mystik gepaart mit historischer Wahrheit, tapferen Highlandern, und das alles vor der Kulisse beeindruckender
schottischer Landschaften. Unzählige Drehorte haben innerhalb kürzester Zeit Bekanntheit erlangt und werden nun von Besuchern überrannt. Einige davon sind allerdings wirklich sehenswert, auch wenn sie nun keine Geheimtipps mehr sind. Outlander-Fan oder nicht, welche Orte sollte man unbedingt besuchen?

Steinkreise und mystische Plätze

Den besagten Steinkreis Craigh na Dun, der Claire als Zeitmaschine diente, sucht man in Kinloch Rannoch vergeblich. Ihn gibt es nicht wirklich. Steinkreise findet man in Schottland aber anderswo: die bekanntesten sind wohl die Callanish Standing Stones auf Lewis und der Ring of Brodgar auf Shetland. Nicht weit von Kinloch Rannoch liegt zum Beispiel der kleinere Croft Moraig Stone Circle. Ist man in der Nähe, sollte man auch die Wasserfälle Falls of Acharn und das Castle Menzies (gesprochen „Minjis“), Clan-Sitz aus dem 16. Jahrhundert, besuchen.

Die Schlucht „Devil’s Pulpit“ (Kanzel des Teufels), östlich des Loch Lomond und nördlich von Glasgow gelegen, ist Outlander-Fans als „Liars‘ Spring“ bekannt. Sie gilt als Treffpunkt für moderne Druiden und legendärer Ort früherer Hexen-Hinrichtungen. Zu viele Besucher verursachen dort Probleme: die Begehung der alten Steinstufen hinunter in die Schlucht
erfordert Trittsicherheit. Die Gemeinde überlegt derzeit, einen großen Parkplatz samt Besucherzentrum und neue Steganlagen anzulegen, was dem Naturdenkmal vermutlich etwas von seinem Reiz nehmen wird.

Devil's Pulpit

Fort William und Umgebung

Das Glenfinnan Monument am Loch Shiel wurde zum Gedenken an die Jakobiten-Aufstände errichtet. Es markiert den Ort, an dem Bonnie Prince Charlie an Land ging und die Highlander für seinen zweiten Aufstand sammelte. Mehr als 400 000 Besucher jährlich bezahlen die 4 Pfund Eintritt, um den Turm zu erklimmen. Einen schöneren Ausblick auf Loch Shiel und den nahen Glenfinnan Viadukt (bekannt aus Harry Potter) hat man von den umliegenden Bergen. Der Dampfzug, mit dem Touristen entlang der landschaftlich schönen Strecke auch über den Viadukt fahren können, ist lange im Voraus ausgebucht. Bei jeder Fahrt dieses Harry-Potter-Zuges tummeln sich in der Nähe des Viadukts zahllose Fotografen, um ein paar Aufnahmen zu erhaschen. Es gibt überdies auch reguläre Züge von Fort William nach Mallaig, die über den berühmten Viadukt führen, und die Strecke ist einzigartig. Ein schöner Rundwanderweg führt vom Bahnhof Glenfinnan hinauf zum Viadukt und hinunter zum See, vorbei am Monument.

Wandern kann man rund um Fort William nicht nur im spektakulären Glen Coe, das abgesehen von Outlander auch für James Bond schon als Filmkulisse diente. Man kann den höchsten Berg Großbritanniens, Ben Nevis, besteigen. Empfehlenswert ist dies nur bei stabilem Wetter und guter Sicht, wenn man für seine Mühen auch mit einem traumhaften Ausblick belohnt wird. Für die Tour benötigt man mindestens 7 Stunden und gute Ausrüstung.

Unbedingt sollte man mit dem Auto oder mit dem Zug einen Abstecher an die Küste zwischen Arisaig und Mallaig machen. Die berühmten Sands of Morar kennt man aus dem Film Local Hero und von unzähligen Kalenderbildern und Postkarten. Dementsprechend gehören sie zu den meistbesuchten Stränden in Schottland. Viele versuchen hier, einen Platz zum Übernachten im Wohnmobil zu finden, da die Straße nur einen Steinwurf entfernt ist. Allerdings gibt es viele bezaubernde kleinere Sandbuchten, die nur zu Fuß zu erreichen und oft menschenleer sind, zum Beispiel vom Bahnhof Morar ein Stück weit Richtung Norden und unter der Hauptstraße hindurch hinunter zum Meer. Von Mallaig aus kann man auch eine Bootstour auf eine der vorgelagerten Inseln unternehmen.

Outlander-Erkundungstour durch Fife

Das Kingdom of Fife, freundliches und wetterbegünstigtes Land zwischen Firth of Forth und Firth of Tay, hat nicht nur für Outlander-Fans einiges zu bieten. Historische Ortskerne, bunte Fischerdörfer, Burgen und Kathedralen gibt es hier zu besichtigen. Am Ufer des Firth of Forth befindet sich die kleine Ortschaft Culross (gesprochen „Kuross“). Der nahe Bergbau und die Verschiffung von Kohle brachten dem Ort einst Bedeutung ein. Als er diese Funktion allerdings verlor, hatte man für Modernisierung kein Geld. Heute sind die historischen Bauten herausgeputzt und man fühlt sich hier fast ins 18. Jahrhundert zurückversetzt, eine ideale Filmkulisse für Outlander und ein bezauberndes Fotomotiv. Auch ein Aufstieg zur Klosterruine oberhalb des Ortes lohnt sich.

Gut mit dem Zug zu erreichen ist Aberdour Castle, eine Ruine aus dem 12. Jahrhundert, wo Jamie in der Serie von Claire gesundgepflegt wurde. Hat man ein Auto, sollte man auch einen Abstecher zur netten Ortschaft Falkland machen. Mit seinem Palast und dem schönen Ortszentrum mit Marktkreuz diente es in der Serie als „Double“ für Inverness. Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch der Stadt Anstruther (gesprochen „Ainster“), wo das alte Segelschiff „The Reaper“ vor Anker liegt, das in Outlander Staffel 2 Verwendung fand. Die lebendige Hafenstadt hat ein tolles Flair, die Fish and Chips sind hier berühmt. Man kann auch dem reizvollen Fife Coastal Path ein Stück weit folgen, nach Norden bis Crail oder nach Süden bis St. Monans.

Anstruther

Linlithgow, Bo’ness und Blackness

Mit einem Tagesausflug von Edinburgh aus kann man gleich drei sehenswerte Outlander-Locations besuchen. Die Ruine des Palastes von Linlithgow, wo Maria Stuart geboren wurde, hat ein eigenartiges, etwas gespenstisches Flair. Im Sommer finden im Schlosshof öffentliche Tanzabende statt (http://www.scotchhop.org.uk/). Die schönsten Fotos vom Palast kann man übrigens machen, wenn man den See bei einem Spaziergang umrundet (ca. 1 Stunde).
 
Am Ufer des Firth of Forth liegt die Burg Blackness Castle, ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert. Ihre Form erinnert an ein Schiff, daher wird sie auch „The Ship that never Sailed“ genannt. Im nahe gelegenen Bo’ness gibt es eine Museumsbahn, die Bo’ness and Kinneil Railway. Die Dampfzugfahrten und das kleine Eisenbahnmuseum sind bei Familien sehr beliebt, den traditionellen „Afternoon Tea“ im Nostalgiezug genießen auch erwachsene Gäste gerne.

Linlithgow Palace
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